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20 JAHRE „VERBINDEN.STÄRKEN.FÖRDERN.“ - ATIAD FEIERTE JUBILÄUM

Am 3. November 2012 feierte ATIAD e.V., Verband türkischer Unternehmer und Industrieller in Europa, im InterContinental Hotel Düsseldorf sein 20 jähriges Bestehen.

Letzten Samstag kam das Who is Who der türkisch-deutschen Wirtschaftswelt im InterContinental in Düsseldorf zusammen. Es war ein besonderer Anlass, zu dem sich Persönlichkeiten aus ganz Deutschland und aus der Türkei einfanden. Die rund 250 Gäste folgten der Einladung des ATIAD Verbandes, dem ersten und ältesten türkischen Unternehmerverband in Deutschland, der 1992 von erfolgreichen türkischstämmigen Unternehmern gegründet wurde und seit dem seinen Sitz in Düsseldorf hat.

Ein Galaabend der besonderen Art
ATIAD-Vorstandsvorsitzender Prof. Recep Keskin begrüßte die Gäste mit einigen Worten zu den Aktivitäten von ATIAD und skizzierte unter anderem den gegenwärtigen Ausbildungsmarkt: „Auf der einen Seite haben wir junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, auf der anderen Seite suchen viele Unternehmen Auszubildende und finden diese nicht. Hier müssen wir ansetzen und unsere Aktivitäten in diesem Bereich verstärken.“  Eine beeindruckende Ansprache hielt auch der Botschafter der Republik Türkei in Berlin, Hüseyin Avni Karslıoglu: „Das etwas getan werden muss, um die Situation der türkischstämmigen Migranten hier zu verbessern und die der Unternehmen zu stärken, ist gewiss. Und  alle reden darüber - aber ATIAD agiert auch und setzt Worte in Taten um. Überall sehe ich uns mit Problemen konfrontiert, wenn ich jedoch an ATIAD denke bin ich beruhigt, denn ich weiß, dass ATIAD die Probleme angeht.“

Weitere Grußworte kamen von den Vertretern der zwei Hauptsponsoren, Burkhard von Wallenberg, Vorstandsmitglied und stellvertretender Geschäftsführer der İşbank sowie İsmail Eroğlu, Vorstandsmitglied der Ziraat Bank International AG. Persönlichkeiten wie Martin Schulz, Zafer Çağlayan, Dr. Philipp Rösler, Maria Böhmer, Hannelore Kraft und Peer Steinbrück, die selbst nicht anwesend sein konnte, ließen es sich nicht nehmen, Grußworte und Glückwünsche an die Gäste und an ATIAD zu richten, die von der Moderatorin verlesen wurden.

Weggefährten erinnern sich
Auf der Bühne ging es in der anschließenden Interviewrunde um die Erinnerungen, Begegnungen und Erfahrungen von ATIAD-Weggefährten. Kemal Şahin, ATIAD-Gründungsmitglied und Beiratsvorsitzender, berichtete eindringlich von den Anfängen und dem Einfallsreichtum der Gründungsmitglieder, denen es gelang, mit bescheidenen Mitteln etwas auf die Beine zu stellen. Müfit Tarhan, ebenfalls Gründungsmitglied, beschrieb die ersten Schritte von ATIAD als Verband und richtete gleichzeitig einen Appell an die anwesenden Gäste, Mitglied zu werden und gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Für ihre Leistungen wurden sie und weitere - ehemalig wie auch derzeitige – Vorstandsmitglieder mit einer Auszeichnung geehrt.

Brücken bauen - ein Verband engagiert sich
Zu den Gästen des Abends zählten auch die aus der Türkei angereisten Vertreter der Stadt Kocaeli. Bekir Yümnü und Ali Sözen berichteten im Gespräch mit Prof. Recep Keskin über das ATIAD-Rehabilitationszentrum für Erdbebenopfer in Kocaeli und die Menschen, die dort von der Katastrophe betroffen waren. Das Zentrum, das vor allem für die schwächsten Opfer, wie Waisenkinder und Ältere, geplant wurde, konnte innerhalb von 71 Tagen erbaut werden. Eine beachtliche Leistung und ein beachtliches Vorhaben, das Dank persönlichem Engagement der ATIAD-Vorstandsmitglieder realisiert werden konnte.

Entertainment “à la turca”
Den Abend rundeten türkisch-deutsche Künstler ab, die die Gäste in ihren Bann zogen. Eine gelungene Darbietung kam von den jungen Tänzern der Danceakademy Köln, die mit ihrer modernen Interpretation einer “türkischen Volkstanzaufführung” die Gäste begeisterten. Mit ihren Kostümen und den aus verschiendenen Regionen stammenden Volkstänzen nahmen sie die Gäste mit auf eine musikalische und tänzerische Reise durch die Türkei. Zum Lachen, Schmunzeln und Denken regte der Comedian und Prix-Pantheon-Gewinner Fatih Çevikkollu an. Türkische und deutsche Gäste fanden sich gleichermaßen karikiert und konnten gemeinsam über sich lachen. Für die musikalische Begleitung sorgte die Sängerin Aynur, die mit ihrer Band Lieder einstimmte, welche die Gäste mitsangen. Anschließend wurde, begleitet von ihrer wunderbaren Stimme, bis in die Nacht hinein ausgelassen auf dem Parkett zu einem Potpourri aus türkischer Musik getanzt.

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